Muttertagsgott. 18_9

Die Liebe der Mütter

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Einen Kochtopf, eine Hose, eine Einkaufstasche, ein Schulheft und ein Kuscheltier: Diese Utensilien legten die Kinder während des Familiengottesdienstes anlässlich des Muttertags im Altarraum der Kottingwörther Kirche nieder. Sie sollten stellvertretend die vielen Arbeiten einer Mutter veranschaulichen, die sie für ihre Lieben Tag für Tag wie selbstverständlich erledigt: kochen, waschen, einkaufen, bei den Hausaufgaben helfen und eben auch mal kuscheln und liebkosen.

 

Domkapitular Josef Funk nahm den Familiengottesdienst zum Anlass, die Liebe einer Mutter, die sich in solchen Tätigkeiten eben auch ausdrücke, in den Mittelpunkt seiner Gedanken zum Muttertag zu stellen. Sie werde in den Familien oft als ganz selbstverständlich vorausgesetzt und hingenommen. Sie höre bei den Kleinen nicht auf, in höherem Alter äußere sie sich zum Beispiel darin, dass die Mama bei Sonderwünschen  als Taxi zur Verfügung stehe. Dies alles sei ganz und gar nicht selbstverständlich, so eine Liebe müsse gepflegt und beschützt werden. Sie könne sonst auch kaputtgehen. Niemand vermöge sie mit Geld zu erkaufen. Sie müsse mit Dankbarkeit und Gegenliebe beantwortet werden – wie das Geschenk der Liebe Gottes zu den Menschen.

Am Ende des Gottesdienstes wurde dieser Gedanke dann ganz konkret umgesetzt:  Gemeindereferentin Juliane Gerl, die den Gottesdienst mit einigen Müttern vorbereitet hatte, ließ jedes Kind ein Los ziehen, auf dem eine konkrete Aufgabe bzw. Arbeit für die nächste Woche zu lesen war, womit die Kleinen ihre Mütter zu Hause entlasten können. Ein Gedanke, der sicherlich auch für viele Ehemänner nachahmenswert wäre – nicht nur im Laufe einer einzigen Woche.

   
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