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Unser Mesner braucht mehr Unterstützung

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Es kriselt in der Pfarrei Kottingwörth. Mesner Xaver Meyer, 77 Jahre alt und über ein halbes Jahrhundert in diesem Ehrenamt tätig, fühlt sich weitgehend alleingelassen. Zum einen wollte und will sich kein Nachfolger im Mesneramt finden. Aktuell aber macht es ihm sichtlich schwer zu schaffen, dass sich keine neuen Buben und Mädchen für den Ministrantendienst finden.

 

Obwohl er wirklich nichts dafür kann, schämt er sich fast, dass er am Donnerstag und Freitag  nur drei aktive Ministranten  als Sternsinger losschicken konnte: Niklas Kipke als Melchior, Tomek Hirche als Caspar und Maximilian Beer als Balthasar. Er war sich nicht zu schade, sie selbst als Sternenträger zu begleiten, was wie ein verzweifelter Hilferuf wirkte.

Kaplan Christof Schaum hat die Probleme  erneut im Jahresabschlussgottesdienst angesprochen und mehr Engagement von Laien in der Pfarrei angemahnt. Ein nächster Prüfstein werden die Pfarrgemeinderatswahlen im Februar sein.

Dass die Zahlen der Gottesdienstbesucher seit Jahren rückläufig sind, ist wahrlich kein Alleinstellungsmerkmal der Pfarrei Kottingwörth, die im vergangenen Jahr einen besonders schlimmen Aderlass hinnehmen musste: Sage und schreibe elf  Pfarreiangehörige sind verstorben, eine Zahl, die eher an Kriegszeiten erinnert.

Dass sich derzeit keine neuen Ministranten finden, hängt wohl auch mit den wenigen Kindern im geeigneten Alter zusammen. In den letzten Jahren feierten ja immer nur einzelne Buben und Mädchen Erstkommunion oder empfingen das Sakrament der Firmung. Dagegen versprechen die vergleichsweise auffällig hohen Geburtenzahlen der jüngst vergangenen Jahren eine Abhilfe. Aber: Neue Ministranten werden jetzt gebraucht!

   
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